E-Mail | Newsletter | Impressum

Sonntagsvorträge

Seit Mai 2003 hält der Leiter des Heinrich-Schliemann-Museums Ankershagen, Dr. Reinhard Witte, an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils 11:00 Uhr einen speziellen Vortrag zu Heinrich Schliemann bzw. zu den Kulturen, die dieser mit als erster erforschte. In letzter Zeit werden u. a. auch allgemeine Themen zur Altertumswissenschaft und zur Geschichte Griechenlands behandelt. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen die Besucherinnen und Besucher nur eine ganz normale Eintrittskarte für den entsprechenden Tag. Die Vorträge dauern in der Regel 60 Minuten. Danach heißt es: Besucher fragen, der Museumsleiter antwortet. Erst ab dem 100. Sonntagsvortrag (Oktober 2011) werden teilweise Themen wiederholt. Ende August 2017 verabschiedet sich Dr. Witte altersbedingt aus seinem Amt.


2. April 2017, 11:00 Uhr | Vortragsraum des Museums

165. Sonntagsvortrag

"Wo jezt nur, wie unsre Weisen sagen, seelenlos ein Feuerball sich dreht, lenkte damals seinen goldnen Wagen Helios in stiller Majestät." (Friedrich von Schiller, Die Götter Griechenlands)

Das Verhältnis berühmter Persönlichkeiten zum Altertum IV:
Friedrich von Schiller (1759-1805)

Noch einmal wollen wir uns dem Verhältnis berühmter Persönlichkeiten zum Altertum widmen. Das taten wir bisher dreimal: Ludwig van Beethoven (81. Sonntagsvortrag), Johann Wolfgang von Goethe (89.) und Sigmund Freud (99.). Schillers bekannteste Werke sind "Die Räuber", "Kabale und Liebe", "Don Carlos", die "Wallenstein-Trilogie" und "Wilhelm Tell". Diese lassen sich für den Vortrag nicht hinzuziehen. Doch gibt es zahllose Anspielungen auf das Altertum in vielen seiner anderen Werke. Erinnert sei hier nur an "Die Bürgschaft", "Die Kraniche des Ibykus" und natürlich "Die Götter Griechenlands". Dieses 1788 entstandene Gedicht wurde heftig als Angriff auf das Christentum kritisiert. Wir erinnern weiter an Schillers Zeitschrift "Die Horen" oder an die gemeinsam mit Goethe verfassten "Xenien". Auch seine "Kallias-Briefe" an seinen Freund Christian Gottfried Körner lassen uns an das Al-tertum denken. Das Elysium (grch. Elysion), die "Insel der Seligen", war die Heimat der Freude in Schillers nach dieser benannten Ode, die Beethoven als Schlussgesang in seiner 9. Sinfonie verwendete. Der am 10. November in Marbach geborene Friedrich Schiller (geadelt erst 1802) war nicht nur ein großer Dichter und neben Goethe der bedeutendste Vertreter der Weimarer Klassik, er war auch Arzt und Historiker. Am 26. Mai 1789 hielt Schiller als Professor seine berühmte Antrittsvorlesung an der Jenaer Universität "Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?". Anders als bei Goethe und Freud legte er sich keine Sammlung von Antiken an. Die Inneneinrichtung seines Weimarer Hauses sind bis auf sein Arbeitszimmer nicht original – im Gegensatz zum Haus am Frauenplan des berühmten Geheimrats.

zum Seitenbeginn

Vorschau 2017

Stand: 28.03.2017

Änderungen vorbehalten!

 

Rückblick 2003-2017

zum Seitenbeginn

 

Sonntagsvorträge

Dr. Reinhard Witte
Dr. Reinhard Witte
Rückblick

164. Sonntagsvortrag

163. Sonntagsvortrag

162. Sonntagsvortrag

161. Sonntagsvortrag