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Sonntagsvorträge

Seit Mai 2003 hält der Leiter des Heinrich-Schliemann-Museums Ankershagen, Dr. Reinhard Witte, an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils 11:00 Uhr einen speziellen Vortrag zu Heinrich Schliemann bzw. zu den Kulturen, die dieser mit als erster erforschte. In letzter Zeit werden u. a. auch allgemeine Themen zur Altertumswissenschaft und zur Geschichte Griechenlands behandelt. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen die Besucherinnen und Besucher nur eine ganz normale Eintrittskarte für den entsprechenden Tag. Die Vorträge dauern in der Regel 60 Minuten. Danach heißt es: Besucher fragen, der Museumsleiter antwortet. Erst ab dem 100. Sonntagsvortrag (Oktober 2011) werden teilweise Themen wiederholt. Ende August 2017 verabschiedet sich Dr. Witte altersbedingt aus seinem Amt.


5. Februar 2017, 11:00 Uhr | Vortragsraum des Museums

163. Sonntagsvortrag

"Ich hoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei."

Nikos Kazantzakis (1883-1957) und Kreta

Die fünftgrößte Mittelmeerinsel Kreta hat einige bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht: den Ikonenmaler Michail Damaskinos (1530-1593), den Dichter Vitzentzos Kornaros (1553-1613/14) und den Staatsmann Eleftherios Venizelos (1864-1936). Diese werden in ihrer Bedeutung aber noch von zwei Künstlern übertroffen. Gemeint sind der Maler Domenikos Theotokopoulos (bekannt als El Greco) und der Schriftsteller Nikos Kazantzakis, dessen Todestag sich in diesem Jahr am 26. Oktober zum 60. Male jährt. Ihm und in gewisser Weise auch El Greco ist dieser Sonntagsvortrag gewidmet. Kazantzakis wurde am 18. Februar (2. März) 1883 in Megalokastro (Heraklion, Iraklion) geboren. Er erlebte noch 15 Jahre lang die Unterdrückung Kretas durch das osmanische Reich. Der blutige Freiheitskampf seiner Landsleute gegen die Fremdherrschaft und sein lebenslanges verflochtenes Schicksal mit seiner Heimatinsel bestimmte das literarische Werk des späteren Weltreisenden. Ähnlich wie Schliemann war Kazantzakis ständig unterwegs und wechselte seine Wohnorte. Die letzten Lebensjahre verbrachte er mit seiner zweiten Frau im südfranzösischen Antibes. – Der Vortrag wird sich zu Beginn dem Leben und Gesamtwerk des bedeutenden griechischen Schriftstellers widmen und dann auf drei Werke näher eingehen: "Im Palast von Knossos", einem unbekannten Buch, das erst vor kurzem auf Deutsch erschien und Kazantzakis (ungenaue) Sicht auf die minoische Kultur (2. Jt. v. Chr.) zeigt; auf seinen bekanntesten Roman "Alexis Sorbas", der 1946 veröf-fentlicht wurde und 1964 mit Anthony Quinn (1915-2001) in der Hauptrolle als Film seinen weltweiten Siegeszug antrat. Zum Schluss muss auf die außergewöhnliche Autobiographie "Rechenschaft vor El Greco", seinen kretischen "Ahnherrn" eingegangen werden.

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Vorschau 2017

Stand: 26.01.2017

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