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Namensgebung "Schliemanngemeinde Ankershagen"

Festveranstaltung am 25. Juli 2010

Zeitungsbericht

Troja-Forscher gibt Gemeinde neuen Namen
Bürgermeister Boris Kilian und der Leiter des Heinrich-Schliemann-Museums, Reinhard Witte enthüllten gestern das erste Ortsschild mit dem Namenszusatz "Schliemanngemeinde"

Ankershagen. Seit gestern Nachmittag ist es für jedermann zu sehen: Ankershagen trägt nun den offiziellen Titel "Schliemanngemeinde", nach dem berühmten Sohn des Ortes, Heinrich Schliemann, der Ende des 19. Jahrhunderts Troja entdeckte. Im Rahmen eines Festaktes enthüllten Bürgermeister Boris Kilian (CDU) und Reinhard Witte als Leiter des Schliemann-Museums, das erste Ortsschild mit dem neuen Namenszusatz.Im vergangenen Herbst hatte Reinhard Witte den Anstoß für die Umbenennung gegeben und rannte damit offene Türen ein. Ankershagens Bürgermeister machte sich für den Namenszusatz stark. Wie das Gemeindeoberhaupt noch einmal ausführte, waren zahlreiche Beschlüsse, Anträge und Bewilligungen nötig. "Zunächst mussten die Gemeindevertreter sich für das Vorhaben aussprechen und einen Antrag mit Begründung an das Landes-Innenministerium stellen", so Boris Kilian. Ende März habe dann Innenminister, Lorenz Caffier (CDU), der Namensänderung zugestimmt. Im Anschluss habe die Gemeinde aber noch ihre Hauptsatzung ändern müssen, die dann von der Kommunalaufsicht des Kreises geprüft worden sei und letztlich noch veröffentlich werden musste. "Ein langer Weg. Ich bin stolz, dass es geklappt hat", so Boris Kilian gegenüber dem Nordkurier.Der Leiter des Heinrich-Schliemann-Museum, Reinhard Witte, nutzte den Festakt gestern Nachmittag und begründete, warum es Ankerhagen verdient hat, nun Schliemanngemeinde zu heißen. Der Troja-Entdecker habe seine prägenden Jugendjahre in dem Ort verbracht, nachdem sein Vater als Pfarrer nach Ankershagen berufen worden sei, so Witte. Und wie Schliemann später selbst als schon berühmter Archäologe niedergeschrieben habe, sei die "Hacke und Schaufel für die Ausgrabungen Trojas und der Königsräber von Mykene in Ankershagen geschmiedet und geschärft worden". Witte erinnerte auch an das Engagement von Einwohnern der Gemeinde, die sich Ende 1970er-Jahre für eine Gedenkstätte stark gemacht hätten, aus der später das Museum und die Schliemann-Gesellschaft mit heute 200 Mitgliedern in 13 Ländern entstanden sei.Reinhard Witte und Boris Kilian hoffen, dass durch den Namenszusatz künftig noch mehr Touristen den Weg nach Ankershagen und in das Schliemann-Museum finden. "Urlauber werden nun mit der Nase darauf gestoßen, welch bedeutender Mann einst in der Gemeinde lebte", so der Museumsleiter. Witte und Kilian planen bereits das nächste Projekt. Ein Schliemann-Pfad soll Besucher an Orten vorbeilotsen, die mit dem Entdecker zu tun haben.
Von Norman Reuter, © Nordkurier.de am 26.07.2010

Impressionen

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Enthüllung des Ortsschildes
25. Juli 2010


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